Geschwister

Jährlich erkranken ca. 1800 Kinder und Jugendliche an Krebs in der Bundesrepublik. Die belastenden, oftmals schmerzhaften und  langwierigen stationären Aufenthalte erfordern die Anwesenheit von mindestens einem Elternteil, denn ohne die seelische und praktische Unterstützung und Hilfe der Eltern ist die Therapie der Kinder kaum durchführbar. Auch zu Hause, während der ambulanten Behandlung gilt notwendigerweise dem kranken Kind die volle Aufmerksamkeit.

Die gesunden Geschwister müssen sich während dieser Zeit und meist noch darüber hinaus in einer völlig veränderten familiären Situation zurechtfinden, fühlen sich oftmals mit ihren Fragen und Ängsten allein. Dies gilt in besonderem Maße bei Alleinerziehenden.
So manches Kind will seine Eltern nicht zusätzlich belasten, sodass für diese die tatsächlichen Befindlichkeiten des gesunden Kindes oft nicht erkennbar sind.

Den Eltern und den betreuenden psychosozialen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer pädiatrischen Onkologie stellt sich die drängende Frage, wie und wo in dieser Zeit die Geschwister gut versorgt und betreut werden können, wo sie Unterstützung erfahren.

Dem Alter angemessen über die Erkrankung und Therapie informiert zu sein, das Krankenhausgeschehen zu kennen, in der unmittelbaren Nähe der kranken Schwester, des kranken Bruders und den Eltern sich aufzuhalten und mit Gleichbetroffenen eine Wochenendfreizeit oder Ferien verbringen zu können, sind mögliche Hilfen für Geschwister.

Auf dieser Internetseite finden sie alle uns bekannten und gemeldeten Angebote zur Betreuung und Unterstützung von Geschwistern krebskranker Kinder.

Zu den Projekten

Prinz Daniel und seine kranke Schwester Luzie

heißt ein 24-seitiges Bilderbuch der Deutschen Kinderkrebsstiftung für Geschwister krebskranker Kinder. Prinzessin Luzie, die im „königlichen Krankenhaus“ gegen einen Tumor behandelt wird, ist vielen kleinen Patienten bereits bekannt. Im aktuellen Bilderbuch rückt ihr Bruder in den Mittelpunkt: Denn auch Daniel geht es gar nicht gut, ihn plagen Ängste, die Schwester fehlt ihm, die Eltern sind meist traurig. Doch er bekommt Hilfe. Und am Ende lebt die ganze Familie wieder vereint im königlichen Schloss. Der Text wurde von der Arbeitsgruppe Geschwister in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie (PSAPOH) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinderkrebsstiftung erstellt. Die Illustrationen stammen aus der Feder von Dieter Schmitz.

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