Expertentagung zu Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter

Expertentagung zu Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter

Mittwoch 16. März 2011

Halle/Bonn - „Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter“ sind das Thema einer Studientagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerks HIT am 18./19. März in Halle (Saale). Zu der zweitägigen Veranstaltung der Deutschen Kinderkrebsstiftung im Universitätsklinikum Halle werden rund 200 Ärzte, Wissenschaftler und Mitarbeiter der Behandlungsteams aus ganz Deutschland erwartet. Wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung ist Prof. Dr. med. Christof Kramm, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Halle und Leiter einer der pädiatrischen Hirntumorstudien. - Die von der Deutschen Kinderkrebsstiftung jährlich an wechselnden Standorten veranstaltete bundesweite HIT-Netzwerktagung dient insbesondere dem Wissens- und Erfahrungsaustausch aller Fachdisziplinen, die an der Behandlung von Kindern mit Hirntumoren beteiligt sind. Alle zwei Jahre nehmen an diesen Tagungen auch Patienten und Angehörige teil.

Hirntumoren machen in Deutschland mit bis zu 400 Neuerkrankungen jährlich bei Kindern und Jugendlichen etwa 20 Prozent aller bösartigen Erkrankungen aus und stehen damit nach Leukämien und Lymphomen an zweiter Stelle im Spektrum der Krebserkrankungen dieser Altersgruppe. Zusammen mit der Fachgesellschaft für Kinderkrebsheilkunde (GPOH) hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung im Jahr 2000 das Behandlungsnetzwerk HIT, ein Verbundforschungsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren, ins Leben gerufen. Das Netzwerk, in dem multizentrische klinische Studien mit Referenzeinrichtungen und wissenschaftlichen Forschungseinheiten verbunden sind, wird von der Deutschen Kinderkrebsstiftung derzeit mit rund 1,9 Millionen Euro pro Jahr gefördert.

Die überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche stellt einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Kindern und Jugendlichen mit Hirntumoren dar und eröffnet insbesondere den Zugang zu innovativen Therapiekonzepten. Vorteile und Ergebnisse des Behandlungsnetzwerks HIT kommen den jungen Patienten im gesamten deutschsprachigen Raum, unabhängig von ihrem Wohnort, zugute.

In Deutschland erkranken jährlich rund 2.000 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Dank großer medizinischer Fortschritte haben heute mehr als drei Viertel aller Betroffenen die Chance, wieder gesund zu werden. Die überwiegend aus Spenden finanzierte Deutsche Kinderkrebsstiftung, die 1995 vom Dachverband „Deutsche Leukämie-Forschungshilfe  - Aktion für krebskranke Kinder“ gegründet wurde, steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und die Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden.