Experten der Kinderkrebsheilkunde treffen sich in Hamburg

Experten der Kinderkrebsheilkunde treffen sich in Hamburg

Dienstag 20. März 2012

Hamburg (19.3.2012) - „Hirntumoren im Kindes- und Jugendalter“ ist das Thema der diesjährigen Tagung des bundesweiten Behandlungsnetzwerkes HIT am 23./24. März 2012 in Hamburg. Zu der zweitägigen und in dieser Form in Deutschland einmaligen Veranstaltung der Deutschen Kinderkrebsstiftung (DKS) im Congress Center Hamburg werden rund 450 Mediziner, Mitarbeiter der psychosozialen Dienste, Pflegepersonal sowie Patienten und betroffene Eltern aus ganz Deutschland erwartet. Die DKS unterstützt das HIT-Netzwerk zurzeit jährlich mit mehr als zwei Millionen Euro.

Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache im Kindes- und Jugendalter. Etwa 400 Kinder und Jugendliche erkranken pro Jahr in Deutschland an einem Hirntumor. Trotz aller erreichten, teils erheblichen Fortschritte in Diagnostik, Behandlung und Forschung sind Hirntumoren noch immer die häufigste Todesursache unter den kindlichen Krebserkrankungen.

Das Programm berücksichtigt sowohl aktuelle Therapiekonzepte als auch Spätfolgen der Erkrankung und Probleme der Reintegration in ein „normales“ Leben. Mit der Tagung, die Patienten und Eltern einen offenen Dialog mit Experten der Kinderkrebsheilkunde ermöglichen soll, wird eine Reihe von Studientagungen und Treffen aller an der Behandlung pädiatrischer Hirntumorpatienten beteiligten Experten und Kliniken fortgesetzt.  

Die wissenschaftliche Leitung der Tagung haben Prof. Stefan Rutkowski und Dr. Uwe Kordes, Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die verschiedene bundesweite und internationale Studien für Kinder mit Hirntumoren (u.a. Behandlungsempfehlungen, Spätfolgenerfassung, Begleitforschung zur Tumorbiologie etc.) leiten.

Die überwiegend aus Spenden finanzierte Deutsche Kinderkrebsstiftung, die 1995 vom Dachverband der „Deutschen Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder“ (DLFH) gegründet wurde, steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und die Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden. DKS und DLFH, durch ihre Satzung eng miteinander verbunden, sind autorisierte Interessenvertretung von 73 Elternvereinen in Deutschland sowie der betroffenen Familien. Insgesamt repräsentieren sie mehr als 22.000 Einzelpersonen. 

Lokaler Kooperationspartner der HIT-Tagung ist die von betroffenen Eltern gegründete Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V.,  die seit 2010 aus Spendenmitteln eine bundesweite  Multicenterstudie der Hamburger HIT-Studienzentrale zur Diagnostik von neurokognitiven Spätfolgen nach Hirntumorerkrankung, sowie eine Pilotstudie zur Verbesserung dieser Spätfolgen durch Gedächtnistraining unterstützt. Der gemeinnützige Verein ist Mitglied des DLFH-Dachverbandes und fördert bereits seit 1975 das Kinderkrebs-Zentrum Hamburg am UKE in den Bereichen Patientenversorgung, Soziales und Forschung.