Krankheitsbilder & Behandlung

Kinder und Jugendliche erkranken in den meisten Fällen an grundlegend anderen Krebserkrankungen als Erwachsene. So sind zum Beispiel Karzinome im Kindes- und Jugendalter außerordentlich selten (1%), während sie bei Erwachsenen mehr als 90 % der Erkrankungen ausmachen.

Bei Kindern und Jugendlichen sind Erkrankungen des blutbildenden Systems am häufigsten: Leukämien und Lymphome sind zusammen für etwa 46 % der Krebsneuerkrankungen verantwortlich. Auch Hirntumoren unterschiedlicher Art sind relativ häufig (ca. 22 %) sowie Neuroblastome (circa 8 %). Verschiedene weitere Tumoren treten auf, beispielsweise für das Kindes- bzw. Jugendalter typische Erkrankungsarten an Knochen, Weichteilen, Nieren, Augen oder der Leber.

Die Erkrankungsraten gibt das Deutsche Kinderkrebsregister regelmäßig heraus.

Es gehört zu den Kernaufgaben der Deutschen Kinderkrebsstiftung, betroffenen Familien umfassende Informationen zu den verschiedenen Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter, ihrer Diagnose, Behandlung und Prognose zur Verfügung zu stellen. Mit freundlicher Genehmigung des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (KPOH) und der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) bieten wir Ihnen daher auf dieser Seite einen Zugang zu den Patienten-Informationsschriften des Informationsportals www.kinderkrebsinfo.de, das durch die Deutsche Kinderkrebsstiftung seit 2009 finanziell gefördert wird. Die Texte entsprechen dem aktuellen Stand des Wissens der ärztlichen Fachgesellschaft und werden regelmäßig aktualisiert. Auf www.kinderkrebsinfo.de finden Sie auch Glossar, Literaturdatenbank und weitere Informationen zu Krebs bei Kindern und Jugendlichen.

Weitere Krebs- und Bluterkrankungen

 

Eine Reihe von weiteren, relativ seltenen Krebs- und Bluterkrankungen werden – wie alle häufigeren Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen auch – in Therapieoptimierungsstudien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) untersucht.

Einen Überblick über derzeit laufende Studien finden Sie – nach Erkrankung geordnet – in einer Übersichtsseite des Informationsportals