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Ropertz: Kassen müssen Regelversorgung gewährleisten

 

11.02.10

Bonn – Die medizinische Versorgung krebskranker Kinder muss nach Ansicht der Deutschen Kinderkrebsstiftung auch ohne Zuschüsse der Elternvereine gesichert sein. Es könne nicht sein, dass eine umfassende Versorgung, die den vom Gemeinsamen Bundesausschuss definierten Mindeststandards entspreche, zurzeit nur deshalb gewährleistet sei, weil Elternvereine den Aufwand für Ärzte, medizinischem oder psychologischem Personal jährlich mit mehr als 15 Millionen Euro subventionierten, kritisierte der Vorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz, am Donnerstag in Bonn. Das bedeute letztlich, dass Elterngruppen für die Finanzierung der Regelversorgung pro Patient zwischen 5.000 und 7.000 Euro zahlten. Ropertz forderte Krankenhäuser und Krankenkassen auf, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die die Elternvereine von Kosten der Regelversorgung entlasteten. Diese Kosten müssten künftig, wie auch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gefordert habe, in die regulären Krankenhauskosten einbezogen werden. – Der Vorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung äußerte sich anlässlich des Internationalen Kinderkrebstages am 15. Februar.

Der Internationale Kinderkrebstag wurde 2001 erstmals von der International Confederation of Childhood Cancer Parent Organizations (ICCCPO) ausgerufen. Nach ICCCPO-Angaben erkranken weltweit jedes Jahr etwa 250.000 Kinder an Krebs; in Deutschland sind es rund 2.000. Während in den westlichen Ländern inzwischen fast drei Viertel aller Kinder geheilt werden können, sind die Chancen in den unterentwickelten Ländern nicht zuletzt auf Grund des Mangels an Medikamenten, Einrichtungen, Informationen und ausgebildetem Personal ungleich schlechter.

Die ICCCPO repräsentiert 118 Elterngruppen krebskranker Kinder in 73 Ländern. Sie setzt sich dafür ein, dass alle krebskranken Kinder unabhängig vom Ort der Erkrankung Zugang zu ausreichender Behandlung bekommen. In Deutschland ist sie durch den Dachverband „Deutsche Leukämie-Forschungshilfe – Aktion für krebskranke Kinder“ (DLFH) beziehungsweise durch dessen Stiftung „Deutsche Kinderkrebsstiftung“ vertreten. Die überwiegend aus Spenden finanzierte und in Bonn ansässige Deutsche Kinderkrebsstiftung steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden.

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