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Mehr als 26 Millionen Euro für die Forschungsförderung
Bonn – Die Forschungsförderung hat auch im Jubiläumsjahr von Deutscher Leukämie-Forschungshilfe (DLFH) und Deutscher Kinderkrebsstiftung (DKKS) einen hohen Stellenwert. Allein im vergangenen Jahr wurde für die Erforschung und Behandlung der verschiedenen Krankheitsbilder von Krebs bei Kindern und Jugendlichen die Rekordsumme von über vier Millionen Euro aufgebracht; in diesem Jahr wurden bislang rund 600.000 Euro für neue Projekte bewilligt. Seit 1995 flossen damit mehr als 26 Millionen Euro in unterschiedlichste Forschungsprojekte in ganz Deutschland.
„Ohne diese Unterstützung wäre die Forschung nicht da, wo sie heute steht“, resümierte Ulrich Ropertz, Vorsitzender von DLFH und Deutscher Kinderkrebsstiftung, im Rahmen einer Feierstunde am Freitag in Bonn zum 30-jährigen Jubiläum vom Dachverband DLFH und zum 15-jährigen Bestehen der Kinderkrebsstiftung. In der DLFH, wo sich vor 30 Jahren die bestehenden Elterngruppen in einem Dachverband zusammengeschlossen hätten, seien heute 74 Elternvereine mit rund 25.000 Einzelmitgliedern organisiert.
Nach Aussage des Bonner Oberbürgermeisters Jürgen Nimptsch steht die Arbeit der Elterninitiativen für ein beispielloses gesellschaftliches Engagement, das seinesgleichen sucht. Dafür gebühre allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank. DLFH und Deutsche Kinderkrebsstiftung seien überdies wichtige Garanten dafür, den guten Ruf der Stadt Bonn als überregionalen Gesundheitsstandort zu festigen, sagte der Bonner OB.
Wie gut die Gelder in der Forschungsförderung angelegt sind, belegen nach Aussage des Vorsitzenden der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), Prof. Dr. Thomas Klingebiel, allein schon die immens gestiegenen Heilungsaussichten bei Kindern und Jugendlichen. Heute hätten drei Viertel aller Kinder die Chance wieder gesund zu werden, so der Frankfurter Kinderonkologe beim Empfang in Bonn. Das seien beeindruckende Zahlen, die zu Optimismus Anlass gäben und ohne das Engagement von DLFH und den Elternorganisationen vor Ort nicht möglich gewesen wären.
Nach Einschätzung von Ropertz sind die positiven Resultate ohne private Forschungsförderung nicht denkbar. Als ein Beispiel nannte der er das von der DKKS initiierte HIT-Netzwerk für Kinder und Jugendliche mit Hirntumoren. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Referenz- und Kompetenzzentren sei hier ein weltweit einzigartiges Projekt entstanden, das auf allerhöchstem Niveau arbeite.
Das HIT-Netzwerk fügt sich nach Einschätzung von Ropertz nahtlos in die erfolgreiche Arbeit von DLFH und Deutscher Kinderkrebsstiftung zugunsten krebskranker Kinder und ihrer Familien in den letzten Jahrzehnten. Gleich ob es um die finanzielle Unterstützung durch den Sozialfonds mit jährlich rund 600.000 Euro oder das Waldpiraten-Camp der DKKS in Heidelberg – eine mit jährlich rund einer Million Euro geförderte und im gesamten deutschsprachigen Raum einmalige erlebnispädagogische Einrichtung für krebskranke Kinder und ihre Geschwister – gehe, „gibt es allen Grund auf das Erreichte stolz zu sein“, betonte Ropertz. Zumal zur umfassenden Unterstützung der betroffenen Familien natürlich auch vielfältige Informationen, Seminare, Weiterbildungen und andere Veranstaltungen gehörten. Ein Beispiel dafür sei etwa die jährlich stattfindende Regenbogenfahrt ehemaliger junger Krebspatienten.
Trotz vielfältiger Verbesserungen liege bei der Versorgung krebskranker Kinder aber noch immer einiges im Argen, kritisierte der Vorsitzende von DLFH und Kinderkrebsstiftung. Insbesondere die Drittmittelstellenfinanzierung durch die Elternvereine mit jährlich mehr als 15 Millionen Euro sei nunmehr schon ein über Jahre dauerndes Ärgernis, weil sie eigentlich zur Regelversorgung der Krankenkassen gehöre. Das hier investierte Geld fehle den Elternvereinen dann bei anderen wichtigen Aufgaben.
In Deutschland erkranken jährlich rund 2.000 Kinder neu an Krebs. Die überwiegend aus Spenden finanzierte Deutsche Kinderkrebsstiftung und der Dachverband „Deutsche Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder“ stehen krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzen sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und die Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden.
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