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Deutsche Kinderkrebsstiftung: Ursachen für Krebserkrankungen bei Kindern weitgehend unklar
Bonn – Warnungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vor gesundheitsgefährdenden Substanzen in Kinderspielzeug müssen nach Einschätzung der Deutschen Kinderkrebsstiftung sehr ernst genommen werden. „Stoffe, die in Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen oder das Erbgut zu schädigen, haben in Kinderspielzeug nichts zu suchen“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz, am Dienstag in Bonn. Der Gesetzgeber sei hier in der Pflicht, alles dafür zu tun, dass solche Gefährdungen ausgeschlossen werden könnten. – Das BfR hatte darauf hingewiesen, dass die in Spielzeug gemessenen gefährlichen Substanzen den Unbedenklichkeitswert zum Teil um das Hundertfache überschreiten und das in Zusammenhang mit einer dramatisch gestiegenen Zahl von Krebserkrankungen bei Kindern gebracht.
Nach Angaben des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz zeigen alle bösartigen Erkrankungen bei Kindern bis zu 15 Jahren zusammen in Westdeutschland eine Zunahme von 0,8 Prozent pro Jahr. Wissenschaftlich verlässliche Zahlen gebe es für die alten Bundesländer erst ab 1987, für die Neuen ab 1991, so das Deutsche Kinderkrebsregister.
Den Anstieg von 0,8 Prozent pro Jahr bezeichnete Ropertz als „viel zu hoch“. Leider seien aber nach wie vor die Ursachen für Krebserkrankungen bei Kindern weitgehend unbekannt. Auch deshalb unterstütze die Deutsche Kinderkrebsstiftung Forschungsförderung in den onkologischen Zentren in Deutschland mit zurzeit mehr als vier Millionen Euro jährlich.
Die überwiegend aus Spenden finanzierte und in Bonn ansässige Deutsche Kinderkrebsstiftung, die 1995 vom Dachverband der „Deutschen Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder e.V.“ (DLFH) gegründet wurde, steht krebskranken Kindern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite und setzt sich dafür ein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung ist autorisierte Interessenvertretung von 74 Elternvereinen in Deutschland sowie der betroffenen Familien und repräsentiert rund 20.000 Einzelpersonen.



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