Nachsorge

Nachsorge

Gegen Ende der 1950er-Jahre überlebten weniger als 10 % der betroffenen Kinder ihre Krebserkrankung. Heutzutage werden durchschnittlich 80 bis 90% der betroffenen Kinder Langzeitüberlebende.

Diese müssenm leider mit therapiebedingten Spätfolgen rechnen. Bisher belegen Forschungsergebnisse, dass zwei Drittel der ehemaligen Krebspatienten unter solchen Spätfolgen leiden. Das Spektrum solcher Spätfolgen umfasst Komplikationen, Behinderungen oder andere Folgen, die entweder auf die Krankheit oder deren Therapie zurückzuführen sind oder auch auf beide Bereiche.

Deshalb benötigen Überlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter über das Therapieende hinaus Unterstützung und Zuwendung. Sie und ihre Familien müssen aktiv auf bevorstehende Herausforderungen vorbereitet werden: ein Leben ohne Krebs zu führen, gesund durch Nachsorge zu bleiben und wieder in die Gesellschaft integriert zu werden. Sie müssen gut informiert und gut vorbereitet sein, um die Schritte nach der Therapie bewältigen zu können.

Umfassende Informationen zur Nachsorge aus medizinischer Sicht finden Patienten, Angehörige und Ärzte auf
http://www.nachsorge-ist-vorsorge.de

Was viele Eltern nicht wissen: Auch auf Rehabilitation haben beitragsfrei mitversicherte Kinder Anspruch, und diese wird, wenn die Eltern die Voraussetzungen wie Wartezeit oder Mindestpflichtbeiträge erfüllen, von den Krankenkassen und gegebenenfalls auch vom jeweiligen Rentenversicherungsträger finanziert. Kinder, die eine Waisenrente beziehen, haben sogar einen eigenen Anspruch.

In spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen wie auch unter ambulanter Betreuung kann nicht nur das betroffene Kind zur Ruhe kommen und die Behandlung abschließen. Die meisten Kliniken oder Einrichtungen vor Ort bieten eine familienorientierte Rehabilitation an. Nicht nur ein Elternteil, sondern beide Eltern und die Geschwister können auf Antrag das kranke Kind begleiten.